Loading...
Meinungen 2017-03-02T12:31:54+00:00

Als ich hörte, dass im Bezirk Tulln eine Milizkompanie neu aufgestellt werden sollte, weckte es meine Neugierde. Ein persönlicher Besuch beim Kompaniekommandanten und der Eintritt in die Jägerkompanie Tulln war fixiert.

Fazit nach 9 Monaten in der Kompanie: Professionell, actionreich, lehrreich, kameradschaftlich!

Es sagt alles, wenn man nach 5 Tagen Übung (AEGIS16) nach Hause kommt und sich gleich wieder auf die Kameraden und die nächste Milizübung freut!

Miliz- stolz dabei zu sein

Roman, geb. 1984, Öffentlich Bediensteter

Nach meiner HTL-Matura durfte ich im Rahmen meines Präsenzdienstes die Sanitätsausbildung absolvieren, wobei ich meine „soziale“ Ader kennen lernte. Somit verpflichtete ich mich beim ÖBH als Sanitäter, und konnte im Rahmen meiner UO Ausbildung ebenso das Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflegediplom erlangen.

Für meine weitere zivile Führungsausbildung konnte ich stets auf das erlangte Bundesheerwissen und die dort gesammelten Erfahrungen zurückgreifen.

Nun kann ich im Rahmen meiner Milizaktivität das erlangte Wissen erneut einbringen, und es ist eine tolle Abwechslung zu meinem zivilen Job. Außerdem kann ich Führungsmethodik praktisch und direkt anwenden und umsetzen.

Ich bin stolz, mit meinem Team für unsere Jungs da sein zu können.

Eines ist fix: Ohne der Ausbildung beim ÖBH hätte ich im Zivilberuf einiges nicht erreicht!

Jörg, geb. 1976, Pflegedienstleiter

Als ich meinen Grundwehrdienst 2012 abgeschlossen habe, wollte ich nicht mehr zum Bundesheer gehen. Ich war etwas gezeichnet davon, dass man den ganzen Tag nicht wirklich das geübt hat, was für die Einsätze zählt, sondern eher nur zum Putzen und zum Rumstehen verdonnert wurde. Ein paar Jahre bis 2016 machte ich meine Ausbildung bei der A1 Telekom weiter, beendete meine Lehre und arbeitete wie jeder andere auch.

Daraufhin hat mir ein guter Kollege im November 2016 erzählt, dass eine neue Einheit beim Bundesheer mit dem Namen „Jägerkompanie Tulln“ aufgestellt wird. Es sollte anders sein als das, was ich bisher vom Bundesheer kannte, also weckte er gleich mein Interesse (so wie er davon schwärmte) und ich wollte herausfinden, was dahinter steckt. Am nächsten Morgen war ich schon persönlich beim Kompaniekommandanten und er lud mich ein, mir das mal selbst anzusehen. Schon bei der ersten Übung stellte ich fest, dass man diese Kompanie auf keinen Fall mit dem Grundwehrdienst vergleichen darf. Es ging gleich zu Beginn darum, eine Einheit zu bilden und die Kameradschaft zu stärken. In Ruhe werden einem die Abläufe erklärt und man wird dazu animiert, selbst Ideen einzubringen.

Da ich das Bundesheer nur so kannte, dass man Befehlen folge zu leisten hat ohne viel nachzudenken, war ich diesmal sehr positiv überrascht. Nun habe ich tatsächlich das Gefühl, diesem Land zu dienen und etwas für unsere Sicherheit beizutragen – und das neben meinem Hauptberuf. Eine Erfahrung, die man auf jeden Fall machen sollte!

Jägerkompanie Tulln – Stolz dabei zu sein!

Altin, geb. 1994, Einzelhandelskaufmann

Das Bundesheer hat mich nie losgelassen; durch etliche Auslandseinsätze war ich immer in „grün“.

Durch die Jägerkompanie Tulln habe ich jetzt meine Funktion als KUO gefunden. Ich fühle mich sehr wohl bei meinen Kameraden – auch als „Old School Soldier“!

MILIZ – I´M LOVIN IT!

Christian, geb. 1974, Berufskraftfahrer

Nach jahrelanger, sehr aktiver Miliztätigkeit in meiner angestammten Einheit, der  „2 cm“ Fliegerabwehr, kam das Jahrzehnt der Kasernenschließungen. Ich bin diesem indirekt zum Opfer gefallen, da zwar die Kaserne in Groß Enzersdorf geschlossen wurde, aber mein aktiver Milizstatus – auf Grund zahlreicher Zusatzausbildungen und der Besuch der Unteroffiziersakademie in Enns – nur „ruhend“ gestellt wurde.

Weitere Umgliederungen des ÖBH führten dazu, dass ich als Kraftfahrer dem Transport von Panzern in Mistelbach zugeteilt werden sollte. Das war dann für mich  der persönliche Beweggrund, dem ÖBH den Rücken zu kehren. Die Art und Weise des Umgangs mit Milizsoldaten, der Einzug im ÖBH gehalten hatte, war für mich nicht mehr tragbar. Ein Abendessen mit General Entacher hat mir aber vor kurzem dann wieder Mut gemacht, die Miliz des ÖBH aktiv zu Unterstützen.

Die Zeit spielte dann das nötige Glück eines neuen Ministers in unser Land, der wie viele die Notwendigkeit sah, dass Milizeinheiten im ÖBH wieder Zukunft haben sollen und werden. Der Zufall war es dann, dass in den Zeiten des Internet plötzlich eine kleine verwegene Einheit auf meinem Bildschirm zu sehen war.

„Wir suchen Milizsoldaten!“ Ein kurzes Mail, ein kurzes Telefonat und schon saß ich ein paar Stunden später in einem Hasendorf, wo der Wirt Frankfurter schneller auf den Tisch stellte als die Getränke. So schnell geht das in dieser Milizeinheit, um mit dem Kommandanten dieser Einheit zu besprechen, wie er sich seine neue Einheit vorstellt. Sein Glück war mein Glück! Wir stellen unser Herzblut der Milizarbeit gerne zur Verfügung – und das verbindet. Wie das endete, kann sich nun jeder denken? Eine Unterschrift später kann ich mit Stolz verkünden, aktiv in der Jägerkompanie Tulln mitzuwirken!

Ich lade euch alle ein, die ihre Einheiten wie ich damals durch Auflösungen verloren haben, sich einen Überblick bei uns zu machen. „Wir suchen Milizsoldaten!“  Ein kurzes Mail, ein kurzes Telefonat und  ….

Markus, geb. 1973, Arbeiter

Ich empfinde es als Pflicht, meinen Beitrag fürs Vaterland zu leisten und dies in meinem Heimatbezirk tun zu können, motiviert ganz besonders.

Genau dort, wo man sein Leben mit der Familie verbringt und tagtäglich sieht, für was bzw. wen man in größter Not einstehen wird. Zusätzlich bietet das Jägerhandwerk eine schöne Alternative zu meinem Bürojob. Ich bin stolz, Teil der Jägerkompanie Tulln zu sein!

Alexander, geb. 1994, Bautechnischer Zeichner

Ich habe meinen Präsenzdienst 1998 nach Abschluss meines Maschinenbau-Studiums abgeleistet, bin damit einer der älteren Semester und habe einiges aufzufrischen, was mir in den zahlreichen spannenden Veranstaltungen der Jägerkompanie Tulln ermöglicht wird.

Ich war immer davon überzeugt, dass Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern bitter errungene Werte, die es zu schützen gilt. Die hierzu notwendige umfassende Landesverteidigung umfasst neben der zivilen, der geistigen und der wirtschaftlichen natürlich auch eine militärische Landesverteidigung.

Als „Bürger in Uniform“ möchte ich meiner Heimat Österreich etwas zurückgeben und einen aktiven Beitrag zur Stärkung der Miliz in Österreich leisten.

Jägerkompanie Tulln – Wir schützen!

Markus, geb. 1972, Leitender Angestellter